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Naturstein - immer ein Unikat |
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Neben Holz ist Naturstein der älteste Baustoff der Menschheit.
Natursteinhöhlen waren der erste Wohnort für sesshafte Höhlenmenschen.
Hochkulturen im Nahen Osten geben noch heute Auskunft über die Kunst,
Steine zu verarbeiten, zu gestalten und zu nutzen.
Naturstein ist ein natürlicher Werkstoff, ein Stück
Entstehungsgeschichte unserer Erde. Millionen Jahre lassen den Stein in
einer unbegrenzten Vielfalt von Formen, Farben, Einschlüssen und
Maserungen entstehen. Niemals gleichmäßig ist jede einzelne
Natursteinplatte ein Unikat mit zeitloser Eleganz und Schönheit.
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Naturstein ist niemals gleichmäßig. Im Gegensatz zu industriell
gefertigten Produkten unterliegt Naturstein immer natürlichen
Schwankungen, selbst bei hochhomogenen Materialien. Kleine
Unregelmäßigkeiten sind ein Zeichen der Echtheit. Selbst wenn der
Naturstein relativ homogen erscheint, variiert er innerhalb einer
Sorte in Korngröße, Farbverteilung, Reflexionseigenschaft und Farbe.
Diese Unterschiede zeichnen Naturstein als ein Stück Natur aus und
garantieren seine Echtheit.
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Naturstein wird auf allen Kontinenten der Erde gewonnen und
weiterverarbeitet. Blöcke aus Naturstein sind bis zu 3,4 m breit, ca.
2,0 m hoch und bis zu 1,80 m tief. Platten, die aus den Rohblöcken
geschnitten werden, haben in der Regel Stärken von 2, 3, 4, oder 6 cm.
Die Einsatzgebiete des Natursteins als Baustoff und / oder als
gestalterisches Element sind äußerst vielfältig und können sowohl im
Indoor- wie im Outdoorbereich verwendet werden.
Naturstein gruppiert man grob in 2 verschiedene Arten: Hart- und
Weichgestein. Diese Einteilung soll die Eignung des Natursteins unter
verschiedenen Nutzungsbedingungen segmentieren und stellt ein erstes,
grobes Entscheidungskriterium im Rahmen des Auswahlprozesses dar.
Welcher Naturstein für den gewünschten Einsatzzweck der richtige ist,
kann der erfahrene Steinmetz anhand einer detaillierten
Anspruchsanalyse im Gespräch mit dem Verwender erfragen. Dazu werden
alle Ansprüche wie Pflege, Abriebsfestigkeit, Wasseraufnahme, Hitze-
und Säureunempfindlichkeiten, Rutschsicherheit, Oberflächenstruktur und
Glanzgrad, Farben u.a. genau erhoben.
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Hartgestein:
Hartgestein ist nicht immer ein Granit. Die Natur hat eine Vielzahl von
Hartgesteinen gebildet, die streng geologisch nicht zu den Graniten
gehören. Die Vielzahl reicht von Granit, Basalt, Gabbro, Syenit, sowie
Diorite, Porphyre, Diabasse und Quarzite bis zu metamorphen Gesteinen
wie z.B. Migmatit und verschiedene Gneise.
Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich aber der Begriff „Granit“ für
alle Hartgesteine durchgesetzt, obwohl er geologisch nicht korrekt ist.
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Weichgestein:
Zu den Weichgesteinen zählen Kalkstein, Dolomite, Marmore, Sandsteine, Schiefer, Tuffe, Serpentine u.a.
| Marmor: |
Die
Bezeichnung „Marmor“ wird fälschlicher Weise oft für alle Arten von
polierbaren Kalksteinen benutzt. Marmor ist ein Sammelbegriff für
metamorphe Gesteine, die aus kalkigen oder dolomitischen
Sedimentgesteinen entstanden sind. Reiner Marmor ist weiß, eine graue
Farbgebung resultiert aus dem natürlichen Vorkommen von Kohlenstoff in
der entsprechenden Region, wo der Naturstein gewonnen wurde. Die
Eigenschaften der verschiedenen Marmore können sehr unterschiedlich
sein.
Marmore sind nicht immer Kalksteine, z.B. sog.
Dolomitmarmore. Marmore enthalten auch keine Fossilien, wie sie z.B. im
Jurakalkstein häufig zu finden sind.
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| Quarzite: |
Quarzit
ist ein Umwandlundsgestein, das in vielen Sorten und mit sehr
unterschiedlichen Eigenschaften existiert. Ursprünglich handelt es sich
meist um einen fast reinen Quarzsand. Aber auch Kieselschiefer,
Radolarite oder Hornstein sind als Ausgangsgestein möglich. Durch Druck
und Temperatur wurden die Gesteine umgewandelt. Die ursprünglichen
Porenräume sind fast vollständig verschwunden. Organische und
anorganische Bestandteile und Fossilien im Ursprungsgestein sind
entweder umgewandelt oder wurden abgebaut und sind in echten Quarziten
nicht mehr vorhanden.
Viele Quarzite sind in gelber oder roter
Farbtönung zu finden, da Eisenmineralien die häufigsten Farbgeber sind.
Seltener sind Farben wie Dunkelgrün oder Graublau. Reiner Quarzit ist
weiß.
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Sandsteine:
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Sandsteine
sind sog. klastische Sedimentite, die aus der Zertrümmerung und
Abtragung anderer Gesteine stammen. Ein Sandstein ist ein Festkörper,
der aus mehr oder weniger gerundeten Sandkörnern besteht. Das
Hauptmaterial ist meist Quarz. Wesentliches Gefügemerkmal der
Sandsteine ist eine unterschiedlich ausgeprägte Schichtung,
resultierend aus wechselnden Korngrößen und Materialien, sowie
unterschiedlichen Ablagerungsbedingungen. Deshalb können die
technischen Eigenschaften der Sandsteine stark variieren. Es ist ein
Irrtum anzunehmen, Sandstein sei immer „weich“. Bestimmte Sorten können
durchaus hart sein. Allen Sandsteinen gemeinsam ist jedoch die –
gegenüber Graniten – höhere Wasseraufnahme.
Bundsandsteine
unterscheiden sich in den verschiedenen Schichten auch stark in der
Optik des Steins. Reiner Quarzsandstein ist weiß bis hellgrau. Meist
entstehen durch Eisenmineralien die für Sandstein typischen Farben.
Beimengungen von Limmonit erzeugen gelbliche bis bräunliche Farben,
Hämatit sorgt für rote Farbtöne, und Glaukonit (grünlich) und
Kohlenstoff (schwarz) können die Ursache für die farbliche Erscheinung
sein.
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| Schiefer: |
Nicht
alle Schiefer sind gleich. Neben schwarzen Gesteinen erfreuen sich
farbige Sorten aus Brasilien immer höherer Beliebtheit. Die Bezeichnung
„Schiefer“ ist kein Kriterium für feststehende technische
Eigenschaften. Man unterscheidet 2 Typen von Schiefer:
1.
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sehr feinkörniges Sedimentgestein mit extrem
dünner Schichtung, die dem Gestein ein dünnblättriges und damit
schiefriges Aussehen verleiht. (z.B. Posdonienschiefer aus Deutschland, der
jedem Fossiliensammler bekannt ist)
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2.
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in einem Tonstein bilden sich im Rahmen von
Gebirgsbildungsprozessen Bewegungsbahnen aus, die parallel angeordnet
sind und zu blattförmigen Tonpartikeln führen.
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Oberflächen - Bearbeitungsprozesse:
Die Wirkung, die Ausstrahlung von Wertigkeit und gestalterischer Ästhetik, von Naturstein wird stark von der Gestaltung der Natursteinoberfläche geprägt. Die verschiedenen Bearbeitungsprozesse, die der geschulte Steinmetz anwendet, ermöglichen die unterschiedlichsten Effekte und entsprechend der vom Auftraggeber gewünschten Verwendung des Natursteins nimmt die Bearbeitungsart starken Einfluss auf die Alltagstauglichkeit wie Haltbarkeit und Pflegeansprüche des Natursteins.
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Man unterscheidet grobe und feine Bearbeitungen:
Grobe Bearbeitungen:
Sägen:
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Der Begriff „Sägen von Naturstein“ ist streng genommen falsch und bezeichnet eigentlich der Prozess der Zerspannung von Natursteinen mittels Diamantsägeblättern oder speziellen Stahlseilen, die mit Diamanten bestückt sind. Zerspannungsarbeiten werden heute auch mit modernen CNC / CAD-Computer gesteuerten Anlagen mm-genau von kompetenten Steinmetz Betrieben ausgeführt.
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Gespitzt:
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Mit einem Fäustel und dem Zweispitz oder dem Spitzeisen wird die Oberfläche grob egalisiert. Die Bearbeitungsspuren sind als deutlich sichtbare Vertiefungen zu sehen. |
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Gekrönelt:
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Die grob gespitzte Oberfläche wird fein gespitzt. Kleine punktuelle Vertiefungen entstehen auf der Oberfläche als Vorbereitung für den nächsten Arbeitsprozess. |
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Gezahnt:
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Weiterbearbeitung der gespitzten Oberfläche, um eine feinere Struktur zu erhalten. |
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Gebeilt:
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Mit dem Steinbeil werden lange, dünne Kerben eingearbeitet |
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Scharriert:
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„Glättung“ der Oberfläche mit dem Scharriereisen (breiter Meißel) durch die Einarbeitung paralleler Rillen. |
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Gestockt:
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Erzeugen einer rauen Oberfläche mit einem Stockhammer. Diese Bearbeitung ist besonders bei harten Gesteinsarten wie Granit geeignet. |
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Geflammt:
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Mit einem Brenner werden oberflächlich Mineralien zum Platzen gebracht, um eine relativ gleichmäßige Struktur als Oberfläche zu erhalten. |
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Sandgestrahlt:
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Die Natursteinoberfläche wird mit Silizium in unterschiedlicher Körnung und verschiedenen Drücken bestrahlt. Man kann so sehr grobe bis sehr feine Oberflächen erzeugen. |
Feine Bearbeitungen:
Schleifen:
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Manuelles Schleifen mit Schleifsteinen, verschiedenen Sanden ohne Maschinen ist Knochenarbeit. Heute werden moderne Maschinen und Schleifmittel eingesetzt. Unterschiedliche Oberflächenrauhigkeiten werden erzeugt. |
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Polieren:
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Die polierte Oberfläche eines Natursteins ist oft die attraktivste. Man spricht deshalb auch von einer so genannten Veredlung des Natursteins. Poliierte Oberflächen lassen das Licht stärker reflektieren und besitzen meist beste Reinigungsfähigkeiten. |
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LaserGrip:
(reg.)
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Das vom Frauenhofer Institut für Lasertechnik erfundene Verfahren zur Oberflächenbearbeitung schießt Mikroporen in die Natursteinoberfläche ein. Dadurch wird eine Rutschsicherheit des Materials erzeugt, ohne den Glanz der polierten Fläche zu verlieren. |
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Geflammt
und
gebürstet:
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Eine der neuesten Oberflächen. Die geflammte Natursteinoberfläche wird mit speziellen Bürsten geklättet, in deren Borsten Schleifkörper eingearbeitet sind. Die Oberfläche fühlt sich samtweich an, ist aber makrorau, da nur die Mikrorauhigkeit eliminiert wurde. |
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| Satinieren: |
Eine seidenmatte Oberfläche mit leichten Poren entsteht durch den Einsatz spezieller Bürsten, die unterschiedliche Körnungen haben. |
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